Brief einer besorgten Mutter an den Landeshauptmann

Sehr geehrter Herr LH Dr. Pühringer!

ICH hoffe, Sie haben Zeit, diese Zeilen zu lesen. Die Infobroschüre der Ärztekammer kann ich zur Gänze und mit vollem Inhalt unterzeichnen. ENDLICH unternimmt die ÄK in Verbindung mit einer einheitlich auftretenden Ärzteschaft etwas, denn es ist leider schon „5 Minuten nach 12!“
Ich bitte Sie um mehr Verständnis für die Probleme der Mediziner.

ICH war von 1975 bis 2013 (insgesamt 38 Jahre) im Pflegeberuf beim Land OÖ. bzw. bei der Gespag tätig. Durch meinen Beruf als DGKS konnte ich die Strukturveränderungen hautnah erleben. Die Arbeitsbedingungen der Ärzte sind unmenschlich!
Turnusärzte waren immer Systemerhalter, aber jetzt gibt es fast keine mehr. Nun hört man, dass Schwestern herangezogen werden, das System zu erhalten. Das ist eine unzufriedenstellende Lösung.
Es ist zweifelhaft, z.B. durch stetige teure bauliche Veränderungen (Um-, Anbau von Stationseinheiten in Spitälern mit letztlich wiederum Schließung…) das Gesundheitssytem auf hohem Niveau halten zu wollen und dafür keine gut ausgebildeten Ärzte mehr zu haben.

ICH bin die Mutter einer Ärztin.
Meine Tochter hat Medizin studiert, ich war sehr stolz. Doch der Preis dafür ist sehr hoch! Eingeschränktes Privatleben, gesundheitsschädigende Bedingungen, Grenzen überschreitende Belastbarkeit bei steter Verantwortung und einem Gehalt, das unwürdig ist.
Ich habe die belastende Turnuszeit meiner Tochter erlebt, indem ich sie oft sehr erledigt sah. Bei der Heimfahrt vom Nachtdienst nach 15 Uhr hat sie mir mit tränenunterdrückter Stimme und Übermüdung vom Dienst berichtet. Ich habe ihre Überforderung durch das Krankenhaussystem trotz ihrer starken Grundhaltung gespürt. In welchem Beruf gibt es solch katastrophale Zustände?
Auch anschließend, als Assistenzärztin, sind die Anforderungen groß – hohe Belastbarkeit und Ausbildung in der Freizeit werden gefordert. Wie lange hält man das aus? Nun bitten Sie meine Tochter wieder, freiwillig länger zu arbeiten?
NEIN!

Herr Dr. Pühringer, bitte bringen Sie mehr Verständnis für die Ärzte auf! Diese geben ihr Bestes und wir brauchen sie!

Hochachtungsvoll:
-eine besorgte Mutter
-eine ehemals pflichtbewusste Krankenschwester
-eine, in der Hoffnung, sich in einem oö. Krankenhaus weiterhin gut versorgt zu wissende Frau (nicht nur im Notfall)

Danke für ihre Zeit!

Mit freundlichen Grüßen
Bad Ischl, am 28.12.2014
Maria Schlager

25 Kommentare
  1. Patientin
    Patientin says:

    Es stimmt schon, dass es (für sich) der LH richten wird, der wird auch bei einem evtl Heuschnupfen mit dem
    Heli zu einem Spezialisten geflogen.

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  2. Edith
    Edith says:

    Nochmals, primär (Ausgangspunkt der Gesamtdiskussion) geht es darum adäquatere Rahmenbedingungen und eine Normalisierung der ARBEITSZEIT zu erreichen: von verschönerten 72 auf maximal 48 Stunden in der Woche; von max 48 auf einen max 25 Stunden andauernden Nachtdienst… Und wenn das erreicht ist, glaube ich, dass sich weiterhin niemand gerne von einem Arzt in seiner 25 Nachtdienst-stunde behandeln lassen möchte.

    Aufgrund dieser Bedingungen kam es zur Abwanderung der jungen Kollegen in den letzten Jahren in die anderen EU-Länder.
    Jetzt sinkt durch die endlich nötige/erhoffte Arbeitszeit-Umsetzung (eh schon seit 13 Jahren in der EU beschlossen, seit 1 Jahr droht die EU Österreich nun mit Strafzahlungen) gezwungenermaßen das Gehalt, ergo es verlassen noch mehr Mediziner Österreich.
    Angebot-Nachfrage.

    Wie bezeichnet man ein Krankenhaus ohne Ärzte?
    Es kann noch soviel geschimpft werden, im Notfall wird man immer froh sein einen Arzt um sich zu haben. Deshalb sollten alle an einem Strang ziehen und sich nicht in einer Neiddebatte zerfließen lassen.

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  3. Eugen
    Eugen says:

    Und wieder einmal ist es unseren Politikern gelungen, wesentliche Tatsachen zu verschweigen. 20 Jahre EU und nun plötzlich ein großes Geheul, das es ein Arbeitszeitgesetzt gibt. Unsere Politiker, welche die EU als die große Errungenschaft loben, müssen nun zur Kenntnis nehmen das es auch positive Gesetze gibt. Den Dank für jahrzehntelange Billigstarbeit der Spitalsärzte können sie leider nicht aussprechen. Dafür stimmen unsere Jungmediziner mit den Füßen ab!
    Dienst nach Vorschrift ist Einhalten der EU Arbeitszeitgesetze.
    Bitte nicht heulen wenn jetzt alles länger dauert, oder wie unsere Politiker; eine gute Zusatzversicherung haben und privat ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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  4. Andi Lehner
    Andi Lehner says:

    Beim Lesen dieses Blogs schäme ich mich für meine Zunft! Liebe Leute bitte bleibt am Boden! Vernünftige Arbeitszeiten OK… da stimmt jeder zu! Doch die Lohnforderungen gehen zu weit und sind beschämend! Von allen Akademikern verdienen Mediziner am besten…. Ja, vielleicht sind die Turnusjahre schlimm und eine FA Ausbildung eine Durststrecke aber das wird später alles kein Problem sein!

    Hier einmal eine Quelle… Bitte die Kirche im Dorf lassen und keine Vergleiche mit Putzfrauen mehr, die übrigens im Krankenhausbetrieb absolut unentbehrlich sind und WIRKLICH schlecht verdienen:
    http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/809591/aerzte-spitzenverdiener-akademikern.html

    Und noch was: Ich hatte einige Genetiker und Chemiker im Labor die 70 h in der Woche für rund 1200 gewerkt haben… Sie haben ihre Arbeit geliebt und mit wahrer Passion geforscht. Heute haben sie alle ein Spitzeneinkommen. Also: Anstatt jammern lieber arbeiten. Mediziner haben den Luxus guter Vergütung je älter sie werden. Wer was leistet und sich weiterbildet hat ein schönes Leben! Also bitte am Boden bleiben und immer alles in Relation zu anderen Berufsgruppen sehen!

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    • Andreas
      Andreas says:

      Sie lasen eine Belangsendung des Landeshauptmannes, des Hauptverbandes, der Krankenkassen und der restlichen Leute, die die Medizin als zu „arztlastig“ bezeichnen. (Zitat: Frau Pilz, Patientenanwälting, Inkasso: 13000 .- pro MONAT)

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      • Andreas
        Andreas says:

        Ohne Polemik jetzt: die meisten Menschen verstehen, daß es ein untragbarer Zustand und skandalöses Politikversagen ist, Arbeitszeiten von 60 bis 100 Wochenstunden zuzulassen.

        Die Bevölkerung hat ein Recht auf den ausgeschlafenen Arzt.

        Aufklärung der Bevölkerung mit entsprechenden empörten Reaktionen bringen auch einen verstockten Landeshauptmann zur Vernunft, wetten?

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  5. Patrizia M
    Patrizia M says:

    Sehr geehrte Gegner der Gehaltserhöhungen für Ärzte!

    Ich bin Assistenzärztin an einem österreichischen Spital und habe nach 6 Jahren Studium und zwei (60-72-Wochenstunden) Ausbildungsjahren am Spital, in welchem man auch als Assistenzarzt bereits ein hohes Maß an Verantwortung trägt (was bei anderen Berufsgruppen übrigens auch entlohnt wird), ein Grundgehalt, dass für 40 Stunden einem Stundenlohn von

    €11,25.- entspricht.

    Um zumindest auf bzw. eventuell auch ein wenig über den Stundenlohn meiner Putzfrau zu kommen, arbeite ich 60-70 statt 40 Stunden.

    Ja, Ärzte schreien erst dann, wenn WIRKLICH der Hut brennt, nämlich jetzt. Bis dato haben wir das geringe Grundgehalt mit Überstunden ausgeglichen und uns nicht darüber beschwert, dass das Grundgehalt so niedrig ist, womit unser Gesundheitssystem viel Geld gespart hat. (Vielleicht war das unser größter Fehler)
    In Zukunft werden wir diese Kompensation jedoch nicht mehr einsetzen können, um mehr als unsere Putzfrau zu verdienen. Ja, wir werden weniger arbeiten, ABER:

    Ja, sehr geehrte Gegner unserer Gehaltsverhandlungen, ich denke dennoch, dass es gerechtfertigt ist, in unserem Beruf mehr als €11,25,-/Stunde zu verdienen.

    Mit lieben Grüßen

    Patrizia M.

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    • Roland H
      Roland H says:

      Liebe Patrizia M.,

      Ich bin enttäuscht über Ihren Kommentar. Meiner Meinung nach schwingt hier viel Zorn, Arroganz und Unwissenheit mit. Wenn Sie in 10 Jahren Ihre eigenen Zeilen lesen, werden Sie Ihren Irrtum erkennen. Gier macht unglücklich; das ist das Hauptproblem in der Gegenwärtigen Debatte. Sie haben eine interessante und erfüllende Tätigkeit. Wenn Sie die gut ausüben stehen Ihnen unzählige Möglichkeiten offen. Diesen Luxus haben nicht viele!

      UND: Wäre ich Ihre Putzfrau würde ich Ihne für den Vergleich sofort kündigen!

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    • Christina L
      Christina L says:

      2 Jahre nach dem Studium. Sie haben keine Ahnung. So kurz nach dem Studium gibt es wenige die auf solch einen Stundenlohn kommen. Viele Journalisten, Designer und und und schlagen sich in der Regel mit befristeten Dienstverträgen und bedeutend weniger Gehalt herum.

      Bitte überdenken Sie Ihre Lage die so schlecht nicht ist! Sie haben keine Ahnung wie es für Akademiker nach dem Studium so aussieht! Sie haben mit der Medizin eine gute Wahl getroffen!

      Und ich pflichte allen hier bei: Vergleiche die andere Berufe implizit diskreditieren (in Ihrem Fall Putzfrauen) sind vollkommen entbehrlich! Ich würde einer guten Putzfrau mehr zahlen als einem arroganten Akademiker! Seien Sie dankbar daß Sie diesen Weg gehen durften!

      Antworten
    • Dr. N
      Dr. N says:

      Mit Verlaub gesagt: Sie haben ein Wertschätzungsproblem! Bevor Sie Ihre Arznei verschreiben haben viele viele Leute einen ebensowichtigen Beitrag geleistet. Die Chemiker die die Medizin herstellen, die Krankenpfleger die die Patienten rundumversorgen, die Haustechnik die das Gebäude in Schuß hält, die Leute die die Krankheiten erforschen, die Sanitäter die die Patienten ins Krankenhaus bringen und auch das Reinigungspersonal welches es Ihnen ermöglicht unter guten Bedinungen zu arbeiten. Es gibt kein Naturgesetz daß besagt daß ein Glied in der Kette a priori großartig mehr bekommen soll. Wenn jemand mehr verdient dann wegen LEISTUNG! Ud die Medizin bietet dafür großartige Möglichkeiten. Leider anders als im Reinigungswesen!

      Wenn Sie jetzt auf dem Lohnniveau Ihrer Reinigungskraft liegen (die Sie sich scheinbar immer noch leisten) ist das für mich endlich ein Zeichen daß es endlich zu einer gerechteren Entlohnung und Aufwertung des Reinigungswesens gekommen ist. Nochmal gesagt: Die Einstellung mir gebührt mehr weil ich das und das bin ist sehr arrogant und widerspricht dem Leistungsgedanken!

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      • Andreas
        Andreas says:

        Machen Sie sich auf ein ärztefreies Land gefaßt.

        Macht ja nichts, oder? Sie können sich ja von der Putzfrau behandeln lassen.

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      • Astrid
        Astrid says:

        Mit Verlaub gesagt, SIE haben ein Wertschätzungsproblem. Ein Arzt hat ein unvergleichlich höheres Maß an Verantwortung und Qualifikation. Dem liegt eine jahrelange Ausbildung zugrunde. Und deshalb ist es gerechtfertigt zu erwarten, dass das auch entlohnt wird.
        Durch die Arbeit von Krankenpflegern, Haustechnikern, Sanitätern und Reinigungskräften können sich die Ärzte ausgiebiger auf ihr eigentliches Tätigkeitsfeld, das Behandeln von Patienten konzentrieren – was ja wohl unumstritten DAS Wesentliche im Krankenhaus ist. Das Mitwirken dieser Berufsgruppen steigert also gewiss die Kapazität, aber: Ein Patient kann ohne Krankenpfleger, ohne Sanitäter, ohne Haustechniker oder ohne Reinigungskraft aber mit Arzt trotzdem behandelt werden, umgekehrt wird er mit Krankenpfleger, mit Haustechniker, mit Sanitäter und mit Reinigungskraft, aber ohne Arzt wohl vergebens auf Heilung warten.

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  6. SP
    SP says:

    Grundsätzlich ist mit Erschüttern festzustellen daß sich der Arztberuf über die letzten Jahrzehnte in der Tat in eine falsche Richtung hin zum Präkariat entwickelt hat. Für mich ist die Medizin inzwischen eine Branche der Einkommens und Arbeitsungleichverteilung par excellence. Die wenigen richtigen Profiteure dieser Entwicklung sind eine kleine Minderheit an der Ärzteschaft deren Vergütung und Möglichkeit der Einflußnahme absurde Höhen erlangt. Doch ich möchte darauf hinweisen daß momentan diese Entwicklungen in nahezu allen Branchen unseres Wirtschaftssystems ähnlich und oftmals noch viel ausgeprägter ablaufen.

    In vielen Branchen gibt es neben kompletter Deregulierung der Arbeitszeit und oftmals unzulänglicher Bezahlung (Stichwort Präkariat) noch hohe Arbeitslosigkeit. Somit regiert neben Reallohneinbußen in vielen Branchen noch die omnipräsente Angst vor den Jobverlust.

    Ich kann verstehen daß sich die Ärzteschaft für eine Verbesserung der Zustände in Ihrer Profession einsetzt, doch die momentane Debatte wird in ihren Forderungen zu vehement und ungestüm geführt und entbehrt jeglicher Selbstkritik. Die Medizin ist eine der wenigen Branchen in der es kaum Arbeitslosigkeit gibt und in der, gemessen am Medianeinkommen aller Erwerbstätigen, noch sehr gut verdient werden kann. Für Vertreter von Branchen in denen tatsächlich prekäre Zustände herrschen ist die Wucht und Vehemenz der von manchen Medizinern geführten Debatte nicht nachvollziehbar.

    Mir scheint viele Lösungen der gegenwärtigen Lage kumulieren in der Schaffung einer flacheren Entlohnungskurve: höhere Startgehälter und ein langsamer bzw flacher Anstieg der Entlohnung. Vor allem müßte sichergestellt werden daß es zu keiner absurden Vermögenskonzentration bei den wenigen Profiteuren des gegenwärtigen Systems kommt (Sichwort 1% vs 99%). Wie in vielen anderen Branchen ist die Medizin durch einen Mix an asymmetrischer Vergütung bedingt durch schlichtweg maßlose Gier einzelner Akteure und asymmetrische Einflußnahme auf Politik die der Deregulierung und somit der Maßlosigkeit zugestimmt hat zu dem geworden was sie ist.

    Ich glaube nicht daß man hier der Politik große Schuldzuweisungen machen kann. Wir befinden uns zum einen in wirtschaftlich äußerst schweren Zeiten und zum anderen ist die jahrelange Entwicklung zu einem „Insider“ System (d.h. wenige Profiteure und viele für die sich die Lage verschlechtert) zum Teil von der Ärzteschaft hausgemacht bzw wurde intern zu lange toleriert.

    Diese „Insider“ Systeme sind seit dem 18. Jhdt immer wieder aufgetreten und können meiner Meinung nur durch eine Veränderung der internen Strukturen verändert werden. Insoferne wäre bei der Ärzteschaft auch Selbstkritik und Mut, althergebrachte Asymmetrien aufzubrechen, angebracht. Die Forderung nach mehr Geld und weniger Arbeitszeit sowie permanente Larmoyanz werden’s nicht tun.

    Nichts für Ungut: Ich habe Hochachtung vor dem Arztberuf doch ein gerechtes System innerhalb der Medizin zu schaffen kann nur mit Selbstritik und interner Umverteilung gelingen. Wenn die Vertreter der Ärzteschaft das Versteht wirds sicher wieder besser…

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    • Dr Michael Dolezal
      Dr Michael Dolezal says:

      Es ist definitiv KEINE Larmoyanz, wenn wir die Umsetzung eine vernünftigen Arbeitszeit bei entsprechender Grundbezahlung verlangen. Die Politik HAT definitiv die Hauptschuld, uns trifft natürlich, die n“Schuld“, das System zu lange ertragen zu haben. Die Zeiten sind definitiv vorbei.
      Um es klarzustellen: Wir reden nicht über ein Verkürzung der Arbeitszeiten von 40 Wochenstunden auf irgendwas bei 35 oder 38 Stunden. Wir reden über die Normalisierung der institutionalisierten Wochenarbeitszeiten von bis zu 72 Stunden (und halblegeal z T wesentlöich mehr) auf eine Maximalarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche. Der Rahmen bis 60 (!) ist eine Besonderheit, die uU nötig wäre. Wie dem auch sei, es ist nicht larmoyant, eine Arbeitszeitbegrenzung zu verlangen, die alle anderen Berufsgruppen schon seit 1054 haben. Es ist nicht larmoyant die Umsetzung eines Gesetzes zu verlangen, das seit 2003 gilt und an dem sich die österreichische Politik seit damals vorbeimogelt, es ist nicht larmoyant, die Umsetzung vehement einzufordern und erneut versuchte Tricks klar aufzuzeigen und nicht zu akzeptieren.
      MfG

      Antworten
      • SP
        SP says:

        Alles klar! So versteht es ja eh jeder das brauchen Sie mir nicht zu sagen… das Problem daß Mediziner in Krankenhäusern viel zu lange arbeiten ist jedem klar und muß gelöst werden. Meine Kritik bezieht sich auf die Gehaltsforderungen! Die Vergütungsforderungen die in der Medizin derzeit geäußert werden sind für Menschen in anderen Branchen schlichtweg ein Schlag ins Gesicht und diese werden von Seiten der Medizin mit absoluter Larmoyanz vorgetragen! Bitte denken Sie daran daß die Medizin zu den Sektoren gehört die am besten entlohnt. Ich persönlich finde manche Forderungen von Seiten der Ärzte einfach dreist.

        Daß mit einer Reduktion bzw einem Wegfallen von Überstunden eine Gehaltserhöhung einhergehen soll finde ich vermessen und einfach extrem schiefe Optik.

        Stellen Sie sich einen Betrieb vor in dem die Belegschaft eine Reduktion der Arbeitszeit vordert bei höheren Bezügen… hmmmmm. Was wird da wohl geschehen?

        Alles was ich sagen will ist: Dem Arbeitszeitgesetz muß flogegeleistet werden! Durch das Wegfallen vieler Überstunden müßen jedoch auch Einkommensnachteile in Kauf genommen werden. Daß die Ärzte das nicht einsehen führt zu einem nicht unerheblichen Unmut in der Bevölkerung!

        Es gibt Branchen in denen gehts VIEL VIEL schlechter. Für die schreit niemand.

        Antworten
      • Andi Lehner
        Andi Lehner says:

        den Stereotyp „die Politik hat Schuld“ kann ich nicht mehr hören. Sorry. Die Politik macht was die Lobbyisten fordern. Die Ärztekammer hat selbst toleriert dass es einige Mediziner gibt die astronomische Gehälter haben! Das gehört ALS ERSTES korrigiert! Für diese Entwicklung ist die Kammer selbst Schuld. Das sehen viele Mediziner so. Es muß einfach Gerechtigkeit im Entlohnungssystem eintreten! Das ist mir sogar wichtiger als die inzwischen schon nervige Debatte über die Arbeitszeit.

        Get over it! Als Architekt, Anwalt, Fernfahrer, Wissenschaftler, Selbstständiger oder Fabriksarbeiter muß man auch 60 h + arbeiten! Das ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen! Bitte etwas weniger Tränendrüsenargumente. Die Zeiten sind momentan leider nicht so rosig… Ö war die letzten Jahre de facto Rezession und eine Arbeitslosigkeit von fast 10%… DAS sind die echten Probleme!

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        • AS
          AS says:

          Es sind nur ganz wenige Ärzte die sehr gut verdienen, meist Primare im Zentralraum in gewissen Fachrichtungen, welche aber erst nach einem Hearing unter politischer Beteiligung eingestellt wurden. Also wurde auch von politischer Seite das okay zu einem derartigen Gehalt gegeben!!! So schaut’s aus!

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  7. AS
    AS says:

    Nein, ein Herr Politiker erhält akutest und sofort ein MRT in einem geistlichen Linzer KH bei einer Meniskusproblematik, und deshalb wurde das notwendige MRT eines Intensivpatienten verschoben… Könnte so etwas vorgekommen sein? Neiiiin… Ein Schelm wer böses dabei denkt…

    Antworten
  8. Dr. Alfred Wassermair
    Dr. Alfred Wassermair says:

    Wutbürger und Wutärzte

    Eigentlich ist es unglaublich, mit welcher Chuzpe die Politik versucht, die von ihr begangenen Fehler und Versäumnisse auf dem Rücken der Ärzte zu lösen.
    Eigentlich sollten die EU-Richtlinie 2003/88/EG, für die Arbeitsdauer von Ärzten schon seit 2003 gelten, also seit 11 Jahren. Dies hat die österreichische Politik erfolgreich hintertrieben, so dass die EU dieses Gesetz unter Androhung von Strafzahlungen mit Wirkung 1. Jänner 2015 einfordert. Die Republik hat sich durch diese ungesetzliche Vorgangsweise ein Jahrzehnt lang viele Millionen Euro an Ärztegehältern erspart. Viele angestellte Ärzte haben nur durch unzählige Überstunden und eine Wochenarbeitszeit von mehr als 70 Stunden ein ihrer Qualifikation entsprechendes Einkommen erzielt.
    Jetzt versucht die Politik mit allen Mitteln die Ärzte weiter in dieses System zu zwingen.
    Josef Pühringer, (Jahreseinkommen ca. 200 000 Euro + Spesen) Vertreter einer Partei, die sich seit Jahren dagegen sträubt, eine Reichensteuer(1) einzuführen, will das ungesetztliche System weiter prolongieren, indem er eine Neiddebatte anstößt und die Gehälter einzelner Primarärzte veröffentlicht.
    Aber um die geht es nicht Herr Landeshauptmann. Es geht um Ärzte, die 70 Stunden pro Woche arbeiten, denen man eine enorme Verantwortung aufbürdet, die auf einen Teil ihrer Freizeit verzichten, um den Betrieb der Krankenhäuser überhaupt zu ermöglichen.
    Wenn man keine Argumente hat nimmt man Zuflucht zu Scheinargumenten: Dass ein besonders rühriger geschäftstüchtiger Primar, der darüber hinaus auch ein hochqualifizerter Fachmann ist (was man von unseren Politikern nicht immer behaupten kann) 900 000 Euro im Jahr kassiert, hat mit der Alltagsrealität der meisten Krankenhausärzte nichts, aber auch gar nichts zu tun.
    Das, als Argument dafür zu verwenden, dass man im Gesundheitsbereich weiter einsparen will, während Politiker, Banken und Industrie sich jährlich neue Boni und Vergünstigungen sichern ist der Gipfel der Unverschämtheit.
    Wie viele Leben haben die Politiker in den letzten Jahren in Österreich gerettet, dass sie sich das anmaßen dürfen und in welchem Verhältnis zu den Bedürfnissen der Menschen dieser Gesellschaft steht das Einkommen eines Managers, der sich nach der Bankenpleite mit einer Millionenabfindung in die Frühpension verzieht.
    Wen brauchen die Menschen nötiger, einen Arzt oder einen von der Realität abgehobenen Politikfunktionär, der Politik nur für sein eigenes Klientel betreibt und dem die Bedürfnisse der Mehrheit der Bevölkerung offensichtlich vollkommen egal sind.

    (1) immerhin besitzen in diesem Land 10% der reichsten Menschen mehr als 50% des Volksvermögens, während 40% der untersten Einkommensschicht nur über 5 % des Volksvermögens verfügen und die Schere in den letzten Jahren immer weiter aufgeht

    Antworten
  9. chemelli renate
    chemelli renate says:

    Herr Dr.LH.Puehringer,

    Nicht nur den Aerzten wird zuviel zu gemutet, auch den Patienten.Sie werden nie in die Lage kommen, da Sie natuerlich in einem Klassezimmer liegen. Man wird akut versorgt um schnell wieder entlassen zu werde.Fazit 2 weiter Tage daheim wieder Schmerzen u.nun wieder im Krankenhaus.Ich weiss nicht, wer Ihnen gesagt hat, dass es keine Abstriche nach der Spitalsreform fuer den Patienten geben wird.? Wahrscheinlich-Klassepatienten.
    Das ganze Personal ist ueberfordert. Mit Gruessen Renate Chemelli.4861

    Antworten
    • Dr Michael Dolezal
      Dr Michael Dolezal says:

      Es hat ihm niemand gesagt, er sagt es.
      Sein Problem mag aber sein, dass seine Behauptungen sich zwar in diversen „seiner Medien“ ganz gut machen, dass diverse „Stammtische“ ihm die Worte von den Lippen lesen, dass es aber viel zuviele Menschen gibt, die die Wahrheit erleiden. Auch Patienten, vor allem aber praktisch alle Ärzte. Jeder einzelne Arzt widerlegt alle veröffentlichten Teilwahrheiten des LH im Handumdrehen. Was er damit erreicht, das ist also nicht Kooperation sondern mit jeder seiner Veröffentlichungen ein noch höheres Maß an Zorn. Und das ist nicht mehr rückgängig zu machen. Es hat nachhaltig das Vertrauen in die Qualitäten seiner Zusagen zerstört.

      Antworten
    • Patientin
      Patientin says:

      Sicher wir es der LH (für sich) richten, den fliegt man auch mit dem „Heli“ bei einem evtl.
      Heuschnupfen zum Spezialisten.
      Ja , wie heisst es doch, Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts!

      Antworten

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