Adrenalinspiegel

Es ist ja wirklich süß, wenn unsere neue Frau Gesundheitsminister meint, der Adrenalinspiegel im 25-Stunden-Dienst wäre wirklich hilfreich, wegen dieses Hormons arbeitet es sich problemlos und pausenlos.

Grundsätzlich haben junge und noch unerfahrene Kollegen mit Sicherheit einen superhohen Adrenalinspiegel, wenn sie nächtens alleine werken müssen oder plötzlich Entscheidungen treffen, die das Know-how erheblich übersteigen.
Die Älteren haben diesen segensreichen Adrenalinspiegel vielleicht nicht mehr so, weil da kommt dann eher so der Effekt: „Im Ernst? Und wegen dem Sch… rufen sie jetzt an in der Nacht?“ – Da würde ich eher von einem kontinuierlich deutlich sinkenden Serotoninspiegel sprechen.
De facto wird es mit beiden Hormonen dann eher destruktiv für die Gesundheit: Der eine werkt wie Rambo, bis er nicht mehr kann. Das Wochenende verbringt er dann im Tiefschlaf. Der andere kann einfach nicht mehr – das Wochenende verbringt er zum -zigsten Mal schlaflos.
Was für ein Desaster!
Und was für eine unglaubliche Hilflosigkeit aus diesem „Adrenalin-Sager“ spricht.
By the way: Wie leicht könnte man da doch das allgemeine durchschnittliche Pensionsantrittsalter erhöhen – Adrenalin-Schlecksteine ins Büro, ins Auto, ins Wartezimmer … einfach herrlich!

Dr. Ursula Hammel ist Allgemeinmedizinerin in Schärding.

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